2019-05-02
Bracht / Niehaves
13.05.2019 Essen 126 0

Vortrag und Fahrt mit der MS INNOGY am 2. 5. 2019

Fahrt auf der MS Innogy
Bracht / Niehaves

Am 2. Mai 2019 hatten 64 Mitglieder der Seniorengemeinschaft Gelegenheit mit der MS INNOGY auf der Ruhr und dem Baldeneysee eine einzigartige neue Erfahrung zu machen. Die MS INNOGY ist das einzige Fahrgastschiff weltweit mit Brennstoffzellenantrieb.

Der Antrieb ist fast nicht zuhören, und so gleitet das Schiff nahezu lautlos zwischen den grünen Ufern der Ruhr von Werden nach Kettwig.

Auf einer Rundfahrt über den Baldeneysee wurde zunächst die innovative Technik erläutert. Fast jedem der langgedienten Elektrotechniker an Bord ist irgendwann in seinem Berufsleben die Brennstoffzellentechnik begegnet.

Bereits 1838 erfunden, wurde die Brennstoffzelle in einem Auf und Ab der Interessen immer wieder für verschiedene Einsatzzwecke weiter entwickelt.
Jetzt scheint eine neue Renaissance anzubrechen. In den letzten Tagen konnte man Meldungen lesen, dass der Wohnmobil Hersteller Hymer die Brennstoffzelle als möglichen Antrieb einer Batterie den Vorzug gibt, da die Batterien mit einigen 100kg zu schwer für seine Fahrzeuge sind. Bosch hat einen sehr potenten Hersteller von Brennstoffzellen gekauft und verspricht sich davon Erfolge im Nutzfahrzeug- und auf längere Sicht auch im PKW-Sektor.

Die MS INNOGY gehört zu einem Projekt der INNOGY SE , das die Anwendung von sehr schnell realisierbaren Möglichkeiten für den Einsatz von E-Kraftstoffen (flüssige, erneuerbare Kraftstoffe =„greenfuel“) im Alltag demonstrieren sollte. Im konkreten Fall kam Methanol zum Einsatz.
Der Projektleiter, Herr Dipl.-Ing. Henning Joswig erläuterte in seinem sehr informativen Vortrag die Aufgaben des Gesamtprojektes und insbesondere die Technik des Schiffsantriebs. Die Brennstoffzelle wird nicht direkt mit Wasserstoff, sondern mit dem problemlos handhabbaren Methanol, das leicht zu beschaffen ist und wie Kraftstoff an einer Zapfsäule gezapft werden kann, betrieben. Der Antrieb hat sich in der Praxis bewährt.

Die Teilnehmer konnten sich in der vierstündigen Fahrt über Baldneysee und Ruhr einschließlich zweier Schleusungen am Wehr Baldeney von der sehr angenehmen Fahrweise überzeugen.

Details entnehmen Sie bitte den Folien des Vortrags.