Werksführung ThyssenKrupp 2014

Teilnehmergruppe bei Thyssen-Krupp

| SG VDE Rhein-Ruhr
08.10.2014 Duisburg Veranstaltungsrückblick 204 0

Werksführung ThyssenKrupp

Die Werksführung bei ThyssenKrupp Steel Europe wurde am 23. September bei herrlichem Herbstwetter durchgeführt. Die 30 Teilnehmer wurden in zwei Gruppen von den Besucherführern mit umfassenden Informationen versorgt. Neben den hüttentechnischen und logistischen Einrichtungen, wurde auch über das Gesundheitswesen und die werkseigene Kita, in der 50 Kinder zweisprachig – englisch und deutsch – betreut werden, informiert.

Für uns Ingenieure war es beeindruckend zu sehen, wie Elektro-, Maschinen- und Verfahrenstechnik im Zusammenwirken zu einem großartigen Ganzen, nämlich dem größten Stahlstandort Europas führen. Ein Abstich am Hochofen 8 und der Verschluss des Abstichloches danach waren für uns Besucher ein beeindruckendes Erlebnis. Im gemeinsamen Leitstand der Hochöfen 8 und 9 wurde uns modernste Leittechnik vor Augen geführt. Die moderne Kokerei und der werkseigene Hafen mit seinem lebhaften Betrieb, bestimmt durch die Anlieferung von Erz und Kohle per Schiff, zeigten uns, welche Logistik dahintersteckt, um den Hüttenbetrieb aufrechtzuerhalten. Auch eine Sinteranlage für die verhüttungsgerechte Aufbereitung der Erze gehört dazu. Deren Dimensionen beeindruckten ebenso wie die Lager- und Mischflächen für Kohle und Erz.

Werksführung ThyssenKrupp

Auf dem Gelände von ThyssenKrupp

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Qualitätssicherung beginnt bereits mit der Analyse der Rohstoffe auf den Hochseeschiffen und sorgt durch konsequente Probenahme und Analyse während des Verhüttungs- und Veredlungsprozesses im Stahlwerk für die garantierte Stahlqualität. Eine Chargierung im Stahlwerk Beeckerwerth war uns nicht vergönnt, außergewöhnliche betriebliche Belange verzögerten den Vorgang. Damit war unser gesteckter Zeitrahmen gesprengt. Aber als erfahrene Ingenieure war uns klar, dass Betriebsabläufe nicht wie eine Inszenierung am Theater funktionieren. Sicherheit und die Qualität des Produktes haben absoluten Vorrang.

Erlebnisreiche 3 ½ Stunden vergingen wie im Fluge, nicht zuletzt wegen des engagierten Einsatzes der Besucherführer, den VDE Senioringenieuren die notwendigen und durch Fragen erwünschten Informationen zu geben.