Wasserwerk Löhnen

Start der 10 km langen Wegstrecke zum Wasserwerk Dinslaken

| SG VDE Rhein-Ruhr
17.06.2016 Dinslaken Veranstaltungsrückblick 48 0

Besichtigung des Wasserwerks Löhnen

Mit stimmungsvoller Wanderung durch die Mommbachniederung

Am 17.05.2016 besichtigte eine Gruppe von zwanzig Teilnehmern aus der Seniorengemeinschaft des VDE Rhein-Ruhr das Wasserwerk der Stadtwerke Dinslaken, das die Stadt mit Trinkwasser versorgt. Mit dieser Besichtigung war eine Wanderung verbunden, die über eine Wegstrecke von ca. 10 km führte.

Stimmungsvolle Wegstrecke

Als Treffpunkt wurde ein Parkplatz gewählt, der an der Rheinpromenade beim Ortsteil Götterswickerhamm liegt. Dieser Ortsteil am Rhein gehört zur Stadt Voerde. Von dort aus ging es über den Leinpfad am Rheinufer entlang, dann durch Rheinwiesen des Deichvorlandes auf den in jüngster Zeit erneuerten und erhöhten Rheindeich. Ein Stück des Weges führte über die Deichkrone. Der Rheinstrom beschreibt dort einen großen Bogen, mit dem er seine Richtung ändert. In diesem Bogen stand bis vor wenigen Jahrzehnten noch ein „Liekenhuus“, ein Leichenhaus. Wasserleichen die immer wieder von der Strömung an das dortige Rheinufer gespült werden, konnten bis zu deren Beisetzung dort aufbewahrt werden. Heutzutage erinnern Gedenksteine und eine Erinnerungstafel an diesen Ort.

Bald wurde der Rheindeich verlassen und am Gelände des stillgelegten Bergwerks Walsum sowie durch Wiesen und Felder ging der Weg in den Rundweg durch die Mommbachniederung.

Größte Nanopartikelfilteranlage

Nach einer Stunde Wegzeit erreichte die Gruppe dort das Wasserwerk. Erläuterungen zur Wassergewinnung an dieser Stelle, der Wasserverteilung und –versorgung der Stadt Dinslaken waren die Informationen, die die Technik bei der nachfolgenden Besichtigung des Wasserwerks verständlich machten. Eine Besonderheit der Trinkwasseraufbereitung dort ist eine Nanopartikelfilteranlage, die größte ihrer Art für Trinkwasser in Deutschland. Der bis vor wenigen Jahren unter dem Trinkwassergewinnungsgebiet aktive Steinkohlenbergbau bewirkte eine Geländeabsenkung um mehrere Meter mit der Folge, daß Rheinuferfiltrat in das qualitativ hochwertige Grundwasser eindringen konnte. Die unerwünschten  Bestandteile des Uferfiltrates werden nun durch die Nanopartikelfilter zurückgehalten. Somit ist der Qualitätserhalt des Dinslakener Trinkwassers gesichert.

Im Anschluss an die Besichtigung setzte die Gruppe bei idealem Wanderwetter ihren Weg durch die Mommbachniederung fort. Vorbei an bunten Wiesen, blühenden, duftenden Weißdornhecken und so manchem Wildkraut rechts und links des Weges, ging es durch die niederrheinische Kulturlandschaft, deren Bild durch Kopfweiden und Kopfeschen geprägt ist. Ein erfrischender Imbiss am Wegesrand ließ die restliche Strecke des Rundweges bis zum Ausgangspunkt an der Rheinpromenade mit frischem Elan zu Ende bringen.

In einem Café am Rhein, mit Panoramablick auf den Strom und seinen regen Schiffsverkehr, konnten die gewonnenen Eindrücke bei Kaffee und Kuchen oder auch herzhaftem, stärkenden Imbiss in intensiven Gesprächen ausgetauscht werden.

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