Besuch bei Systec im März 2016

Gastgeschenk aus dem Drucker: Systec-Geschäftsführer Tilmann Wolter (r.) überreicht ein Souvenir an VDE-Vertreter Alexander Schürmann (l.) aus  Roxel.

| SG VDE Rhein-Ruhr
22.03.2016 Münster Veranstaltungsrückblick 45 0

Besuch der Firma Systec

In Münster-Roxel werden besonders große Teile mit dem 3D-Drucker gefertigt

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Mechatronische Lösungen standen im Mittelpunkt der Betriebsbesichtigung der Seniorinnen und Senioren des VDE Rhein-Ruhr am Donnerstag, 3. März, bei der Systec Elektronik und Software GmbH in Münster-Roxel. 28 pensionierte Elektrotechnik-Ingenieurinnen und -Ingenieure folgten hochinteressiert den Ausführungen von Systec-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Tilmann Wolter und Systec-Produktentwickler Jochen Keuschnig. Den Kontakt zur Systec GmbH hatte das Roxeler VDE-Mitglied Alexander Schürmann hergestellt. Auf besonders reges, durch zahlreiche Rückfragen untermauertes Interesse der Besucherinnen und Besucher, die sogar aus Dortmund angereist waren, stießen Jochen Keuschnigs anschauliche Erläuterungen zu den 3D-Druck-Entwicklungen der Systec GmbH.

Das Kunstwort „Mechatronik“ beschreibe das Zusammenspiel von Maschinenbau, Steuerungstechnik und Informatik, erläuterte Tilmann Wolter in seinen einleitenden Worten. Die Herausforderung für sein 20-köpfiges Mitarbeiter-Team bestehe darin, auf der Basis der eigenen Xemo-Schrittmotorsteuerung die richtigen Motoren, Linearführungen und weitere Komponenten des Antriebsstrangs auszuwählen und diese in ein durchdachtes Anwendungskonzept zu integrieren. Sichtbar werde dieser Ansatz im Hauptprodukt „DriveSets“, einbaufertigen Linearsystemen und Drehmodulen mit Steuerung und Software. Software spiele in allen mechatronischen Anwendungen eine herausragende Rolle – von der Steuerungsprogrammierung bis zum Anwendungsprogramm.

Engen Kontakt halte die Systec GmbH zu den verschiedenen technischen Fachbereichen der Fachhochschule Münster. So manche Absolvierende der Ingenieurs-, Bachelor- und Master-Studiengänge der „FH“ schrieben bereits ihre Abschlussarbeiten bei dem 1980 von Tilmann Wolter und Klaus-Gerd Schoeler gegründeten Unternehmen.

Besuch bei Systec im März 2016

Systec-Produktentwickler Jochen Keuschnig erläuterte anschaulich, worauf es beim 3D-Druck ankommt.

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Kaum etwas symbolisiert den Wandel der industriellen Produktion so wie das Thema „3D-Druck“.

Das führte Dipl. Prod. Des. Jochen Keuschnig der Besuchergruppe vor Augen. Immer häufiger würden Komponenten „gedruckt“, gerade bei der Prototypen- und Kleinserienfertigung. Die Systec GmbH hat im Verlauf der vergangenen Jahre große Kompetenz beim 3D-Druck im FDM-Verfahren aufgebaut. FDM steht für „Fused Deposition Modeling“ und beschreibt ein schichtendes ModellierVerfahren, bei dem spezielle Kunststoff-Filamente mit einem Extruder geschmolzen und aufgetragen werden. Die von der Systec GmbH entwickelten und betriebene Anlage erzielt besonders bei größeren Teilen, als sie mit handelsüblichen 3D-Druckern gefertigt werden können, herausragende Ergebnisse.

Auch hier spielt die Software eine große Rolle. Der 3D-Drucker wird gesteuert mit einer CNCSoftware, in die ein „Slicer“ integriert ist, der die diversen Schichten erzeugt, mit denen das Druck-Produkt aufgebaut wird. Die Kompetenz gerade für große 3D-Drucke führte auch zur Kooperation mit dem Münsterschen 3D-Druck-Service urbanmaker.de, der für 3D-Druck-Aufträge entsprechender Größe auf die Dienste der Systec GmbH zurückgreifen möchte.

Wo so viel über 3D-Druck geredet wurde, musste auch das Geschenk für die Gäste entsprechend ausfallen. Tilmann Wolter überreichte Alexander Schürmann ein dreidimensional gedrucktes Souvenir.

Der VDE-Vertreter bedankte sich seinerseits mit flüssigen Aufmerksamkeiten beim Systec-Team für den nach seinen Worten freundlichen Empfang und den anregenden Nachmittag.